Corona – eine Zwischenbilanz

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Seit einem Jahr befinden wir uns im Ausnahmezustand, ausgelöst durch ein Virus. Wir haben Lockdowns, Ausgangsbeschränkungen und Massentests hinter uns – und kein Ende in Sicht.

Wir haben in diesem Jahr gelernt, dass vor allem Menschen mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder auch Übergewicht von schweren Covid19-Verläufen betroffen sind, und dass Armut das Risiko für Krankheiten erhöht. Dennoch ist in der Strategie der Bundesregierung oder in den meisten  Medien Gesundheitsvorsorge nach wie vor kein Thema. Auch über alternative medizinische Zugänge wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) oder Heilpflanzen wie Artemisia Annua, die bei der Vorbeugung und Behandlung von Viruserkrankungen helfen, wird in den Medien kaum berichtet. Gesundheitsfördernde Elemente wie Sport, soziale Kontakte und Berührung werden dagegen bis heute eingeschränkt oder völlig unterbunden. Auf der anderen Seite ist es in all den Monaten nicht gelungen, Risikogruppen, vor allem in Pflegeheimen, zu schützen.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus mehr Schäden entstanden sind als durch das Virus selbst: Triage In Kinder- und Jugendpsychiatrien , versäumte (Krebs-)Vorsorgeuntersuchungen, eine Zunahme von Depressionen und Alkoholmissbrauch. Arbeitslosigkeit greift um sich, viele Selbständige kämpfen ums Überleben, die Armen sind noch ärmer geworden.

Was wir ebenfalls gelernt haben: Die Zerstörung der Natur und der Tierwelt haben die Pandemie verursacht, das Virus wurde vom Tier auf den Menschen übertragen. Diese sogenannten Zoonosen werden zunehmen, wenn wir nicht endlich Maßnahmen ergreifen, um Wälder und Umwelt zu schützen. Denn wir brauchen eine intakte Umwelt nicht nur für den Erhalt des Planeten, sondern auch für unsere Gesundheit – so ist etwa die Heilkraft des Waldes unbestritten. Doch das interessiert Regierende nicht, wie man zur Zeit am Festhalten der EU-Kommission am Mercosur-Pakt erkennen kann: Dieser würde die Zerstörung von Regenwäldern vorantreiben. Einzig Österreichs Grüne haben ein Veto gegen Mercosur eingelegt.

Dass es rechtskonservativen Parteien wie der ÖVP vorrangig um die Wirtschaft und nicht um das Wohl der Menschen geht, ist nichts Neues, Profit und Machterhalt stehen an erster Stelle. Konzerne zählen mehr als kleine Unternehmen, industrielle Landwirtschaft wird gefördert. Dass in der Krise eben diese Konzerne zu den großen Gewinnern zählen (inklusive der Pharmaindustrie) ist kein Zufall. Das Kaufhaus Österreich , eine Online-Plattform für heimische Unternehmen, wurde dagegen in den Sand gesetzt.

Je länger die Corona-Krise anhält, desto enger zieht sich das Netz um uns: die Reisefreiheit wird zunehmend eingeschränkt, Kontakte werden rückverfolgt. Der Besuch von Gastronomie und kulturellen Veranstaltungen soll nur mit umstrittenen Tests möglich sein, in Zukunft nur mit Impfung. Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft ist im Entstehen, ein Klima der Angst und des Misstrauens wird geschürt, demokratische Grundrechte stehen auf dem Spiel. All das ist möglich, weil Medien, die von staatlichen Förderungen abhängig sind, zu unkritisch berichten und die Angst vor dem Virus und seinen Mutationen schüren (tatsächlich ist es nicht ungewöhnlich, dass Viren mutieren). Es ist möglich, weil zu viele sich der Angst unterordnen – und weil das hartnäckige Gerücht verbreitet wurde, dass Kritik an den Maßnahmen gleichbedeutend mit rechtem Gedankengut sei. Universitäten, Theater oder Kabaretts – seit jeher Orte des kritischen Diskurses – bleiben geschlossen. Dass gerade kritische Stimmen, die bisher Missstände in der Politik aufgezeigt haben, nun schweigen, schmerzt.

Wir dürfen nicht vergessen: wir sind keine Marionetten der Politik, sondern mündige Bürger. Es kann nicht weitergehen wie bisher, wir brauchen Perspektiven für die nächsten Wochen und Monate. Es braucht Menschen, die bereit sind, neue Wege zu gehen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Und es braucht Medien, die Zusammenhänge aufzeigen und konstruktiv berichten.  Wir müssen lernen, mit diesem Virus und denen, die noch kommen mögen, zu leben. Dazu braucht es einen ganzheitlichen Zugang, der den Menschen nicht als abgetrennt von der Natur betrachtet, sondern als Einheit aus Körper, Geist und Seele. Es liegt an uns, einen zerstörerischen Kreislauf zu durchbrechen, der unserem alten Denken entspringt und uns für Alternativen zu öffnen.

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