Wieder verwenden statt Wegwerfen

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Wiederverwendbare Getränkeverpackungen schneiden aus ökologischer Sicht weit besser ab als Plastikflaschen oder Aludosen. Dennoch ist der Mehrweganteil bei Trinkflaschen in den letzten Jahren gesunken.

Jährlich fallen in Österreich etwa vier Milliarden Getränkeverpackungen wie Dosen, Plastikflaschen oder Glasflaschen als Abfall an. Milch und Säfte in Verbundkartons sowie Limonaden und Bier in Einwegflaschen überwiegen in Österreichs Supermärkten, Mehrwegflaschen sind in der Minderheit. „Der Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen ist in den letzten Jahren auf unter 20 % gesunken und wird überwiegend von der Gastronomie getragen“, weiß Christian Pladerer vom Österreichischen Ökologie-Institut. „Einwegverpackungen verbrauchen deutlich mehr Ressourcen und Energie als Mehrweg-Gebinde.“

Zahlreiche Studien zeigen, dass die Mehrwegflasche die umweltfreundlichste Verpackungsform ist, die PET-Mehrwegflaschen schneiden hier am besten ab. Sie werden im Durchschnitt 20 Mal wieder befüllt und verbrauchen bei Transport und Logistik aufgrund des geringen Gewichtes wenig Energie. Im Vergleich zu Einwegflaschen verursachen sie deutlich weniger Abfälle und der Ressourcenverbrauch ist geringer. Allerdings sind PET-Mehrwegflaschen seit 2009 in Österreich nicht mehr erhältlich. An zweiter Stelle steht laut „umweltberatung“ die Glas-Mehrwegflasche, danach folgen Verbundkartons und PET-Einwegflaschen. Glas-Einwegflaschen und Alu-Dosen schneiden am schlechtesten ab: Eine Getränkedose verursacht drei Mal so hohe CO2-Emissionen wie eine Mehrwegglasflasche; Einwegflaschen aus Kunststoff etwa doppelt so viel wie Mehrwegflaschen aus Kunststoff.

Mineralwasser mit Umweltzeichen Römerquelle war das erste mit dem Umweltzeichen zertifzierte Mineralwasser, Vöslauer folgte bald nach: Mit einer eigens entwickelten Splitkiste, in der acht 1 Liter-Glasflaschen Platz finden, hat Vöslauer eine innovative und leicht zu tragende Lösung gefunden. Die Kiste lässt sich in zwei Hälften teilen, wodurch die Last besser ausbalanciert wird. Pfandflaschen mit dem Umweltzeichen müssen mindestens zwölf mal wieder befüllt werden.  Abfüll- und Reinigungsanlagen müssen einen überwiegend geschlossenen Wasserkreislauf haben und dürfen weder Chlor noch Chlorverbindungen für die Reinigung verwenden.

Supermärkte im Test Bei einem Greenpeace-Marktcheck, der das Angebot an Mehrweg-Flaschen in den österreichischen Supermärkten unter die Lupe nahm, schnitten Spar und der oberösterreichische UniMarkt am besten ab. Das Angebot an Mehrwegflaschen ist jedoch laut Greenpeace in keinem der getesteten Supermärkte ausreichend. Der Handel argumentiert das schrumpfende Mehrweg-Angebot mit dem Kaufverhalten der Kunden, setzt aber keine wesentlichen Akzente, um Mehrweg wieder ins Spiel zu bringen. Hier ist auch die Initiative der Konsumenten gefragt: der vermehrte Kauf von Mehrwegflaschen sowie kritische Fragen an die Filialleitung könnten Supermärkte dazu bewegen, ihr Mehrwegsortiment zu erweitern.

 

 

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