Das Drama von Aleppo

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Im syrischen Aleppo leisten Mitarbeiter von NGOs übermenschliche Hilfe, die Weißhelme retten täglich dutzende Menschenleben. Sie alle sind auf Spenden angewiesen.

Der Krieg in Syrien hat einen neuen Höhepunkt erreicht: die syrische Armee eroberte die Stadt Aleppo zurück, die Rebellen mussten sich aus der Stadt zurückziehen. Zehntausende Zivilisten sind nun der Armee ausgeliefert, ihr Schicksal ist ungewiss. Die begonnene Evakuierung der Bewohner wurde nach nur einem Tag abgebrochen, nach Schätzungen sitzen nach wie vor fünfzigtausend Menschen in der Stadt fest. In Nachrichten war in den letzten Tagen von einem Gemetzel die Rede, viele Kinder waren unter den Opfern. Die UNO warnte zuletzt davor, dass Aleppo zu einem „gigantischen Friedhof“ weden könne und den Einwohnern die „Vernichtung“ drohe.

In all dem Chaos leistet eine außergewöhnliche Gruppe von Syrern beinahe übermenschliche Hilfe: Die Weißhelme. Mehr als 73.530 Leben haben sie bereits gerettet. Wo Bomben fallen, eilen sie zur Hilfe, um die Opfer aus den Trümmern zu ziehen und in Sicherheit zu bringen. Die Weißhelme sind ganz normale Menschen,  die nicht mehr tatenlos zuschauen wollten und nun täglich ihr Leben riskieren. Für ihren Mut wurden sie für den Friedensnobelpreis nominiert. Auch das weltweite Netzwerk avaaz sammelt Spenden für die Weißhelme.

Außerdem vor Ort in Syrien sind weiterhin das Internationale Rote Kreuz, Ärzte ohne Grenzen oder die Caritas. Mit den Hilfspaketen für syrische Kinder leistet die Caritas Überlebenhilfe; SOS Kinderdorf hat eine Zufluchtstätte für Kinder in Damaskus geschaffen. Die Mitarbeiter von NGOs in Kriegsgebieten leisten Großartiges, immer unter Einsatz des eigenen Leben. Und sie sind auf Spenden angewiesen. Gelder für Flüchtlinge sammeln außerdem die UNO, UNHCR oder UNICEF. In Wien gibt es zudem Möglichkeiten, eine Patenschaft für einen jungen Flüchtling zu übernehmen, z.b. über die asylkoordination österreich oder die Caritas.

Auch Amnesty International setzt sich für die Evakuation der Menschen aus Aleppo ein, zudem gibt es Petitionen auf Avaazchange.org oder petitionen.com für die Leidtragenden des Syrienkrieges.

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